Orientierungsstufe

Jedes Jahr kommen über 200 Mädchen und Jungen an das Stefan-Andres-Gymnasium, die von der Grundschule das Bewusstsein mitbringen, es geschafft zu haben. Sie waren die ältesten Schüler an ihrer Grundschule, die den Kleinen helfen konnten und denen das Lernen einigermaßen leicht fiel. Aber sie alle bringen auch individuelle Erfahrungen, Vorstellungen und Verhaltensweisen mit in die neue Schule, die sie jetzt weiter entwickeln müssen.
Die fünfte Klasse, mit der die Kinder bei uns beginnen, heißt Orientierungsstufe. Und darum genau geht es auch erst einmal: Orientierung: neue Räume, neue Menschen, neue Regeln, eine komplexere Arbeitsorganisation, neue Erfahrungen, auch und gerade im sozialen Bereich. Damit möglichst viele Schüler/innen sich positiv entwickeln können, gibt es am SAG in der Orientierungsstufe unterstützende Maßnahmen, die den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium erleichtern sollen, gleichzeitig aber die Selbständigkeit und den eigenen Antrieb der Schüler/innen fördern, damit sie ihren Platz in der neuen Schule finden, zusätzliche Bezugspersonen werden in Form von Klassenpatenschaften aus Klassen 9 und 10 angeboten.
Ein wichtiger Bestandteil unseres Schulprogramms ist es, den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu erleichtern. Hier sind vor allem projektorientiertes Arbeiten, Freiarbeit, Methodentraining, Erwerb einer ersten Medienkompetenz und Programm zur Primärprävention (ProPP)   zu nennen - Erziehung zu selbstgewähltem und selbständigem Arbeiten, Umgang mit Medien, Stärkung des Ichs, Umgang mit Konflikten, Stärkung der Methodenkompetenz sind die Ziele.  In diesem Arbeitsfeld können immer wieder vorzeigenswerte Produkte entstehen, wie z.B. Lesetagebücher, Hör-CDs, Fotoromane, kleine Referate, Plakate für die Gestaltung der Klassenräume usw.

Konzept zur Klassenbildung
Bei der Erstanmeldung der Kinder an unserer Schule werden zu den Personendaten auch die Noten in Deutsch, Mathematik und Sachkunde festgehalten. Für die Klassenbildung wählen sich die Schülerinnen und Schüler in Neigungsgruppen mit den Profilen "Bilingualer Sprachunterricht Englisch oder Französisch", "Bläserklasse", "Ma-N-I-tU (Mathematik-Naturwissenschaft-Informatik-technischer Unterricht), "SpoFi" (Sport und Fitness), "Natur erleben", "Kunst entdecken" oder "Sport erleben". Zuletzt werden Wünsche zur Zusammen-gehörigkeit durch Tausch von Kindern mit ähnlichen Talenten und Neigungen ermöglicht.

Bläserklasse
„Musik macht schlau“ – könnte ein Info-Flyer zur Bildung einer „Bläserklasse“ titeln, denn ein Musikinstrument zu erlernen und mit anderen zu musizieren, hilft auch jedem einzelnen Schüler, sich besser zu konzentrieren und damit erfolgreicher zu lernen – und das nicht nur im Fach Musik, sondern in allen anderen Fächern ebenso.
Die für eine solche Klasse dringend notwendige Verlässlichkeit wird gefördert, ebenso das Durchhaltevermögen und die Beständigkeit.  Aber auch die Förderung des sozialen Miteinanders ist – wie die Förderung der kognitiven Fähigkeiten – ein Ziel, das mit dieser Musikklasse verbunden ist.
Im Orchester / BigBand dürfen alle mitwirken, die ein Instrument üben.
Ab Schuljahr 2011/12 startete das Stefan-Andres-Gymnasium mit 24 interessierten Kindern der Klasse 5b als Bläserklasse, die im Klassenverband ein Blasinstrument erlernen. Das Projekt „Klassenmusizieren mit Blasinstrumenten“ wird in Zukunft kontinuierlich angeboten.
Die Bandbreite des Instrumentariums ist enorm: Querflöte, Klarinette, Saxofon, Horn, Trompete, Posaune, Bariton- und Tenorhorn und schließlich Tuba – alle diese Instrumente werden in einer musikalisch ausgewogenen Besetzung angeschafft und den Kindern leihweise bzw. gegen Gebühr zur Verfügung gestellt.
Übrigens: Diese Unterrichtmethode ist nicht so neu, wie man hier zu Lande häufig annimmt. Bereits in den 1980er Jahren wurden Bläserklassen in den Highschools der USA und in Kanada eingerichtet, und man bemerkte schnell die Vorteile. Eine verbesserte Lernatmosphäre und individuelle Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, sowie eine Aufwertung von gegenseitiger Rücksichtnahme und Sympathie, Verlässlichkeit, Belastbarkeit und gesteigertem Selbstwertgefühl sind durch gemeinsames Musizieren seit langem wissenschaftlich belegt.

Wahl der ersten Fremdsprache
Wir empfehlen den Kindern, die voraussichtlich das Bildungsziel Abitur erreichen, mit Französisch als erster Fremdsprache zu beginnen, weil sie zwei Sprachen belegen müssen und Französisch als schwieriger zu erlernen gilt. In der fünften Klasse finden in vielen Fächern Wiederholungen aus dem Stoff der Grundschule statt, während in Klasse Sechs in allen Fächern die Anforderungen steigen. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, in Klasse Fünf mit der Sprachausbildung zu beginnen, die aufwändiger zu sein scheint.

Bilinguales Sprachangebot Englisch oder Französisch
Der Sprachenunterricht wird um zwei bis drei Wochenstunden erhöht, um intensiver sprechen zu lernen und neben den Vorgaben des Lehrplans für die Sprache auch Literatur und Landeskunde stärker zu behandeln. Für Klasse 7 werden die Kinder auf die Sachfächer Biologie, Erdkunde oder Geschichte vorbereitet. Außerdem stehen interaktive Medien zur Unterstützung des Sprachunterrichts bereit.

Ma-N-I-tU (Mathematik-Naturwissenschaft-Infromatik-technischer Unterricht)
In den zusätzlichen zwei bis vier MaNITU-Stunden pro Woche werden sowohl das Interesse an Fragestellungen der MaNITU-Fächer gestärkt als auch die Kompetenz und Allgemeinbildung in diesen Fächern erhöht. Der Unterricht erfolgt projektorientiert. Experimente machen einen großen Anteil des Unterrichtes aus. Exkursionen zu außerschulischen Lernorten ergänzen den Unterricht. Inhaltlich werden zusätzliche naturwissenschaftliche Themen ausgewählt, die nicht zum üblichen Inhalt des Lehrplans zählen oder die Inhalte des Lehrplans vertiefen. Durch methodische Herangehensweisen wie beispielsweise Freiarbeit und kooperatives Lernen werden die speziellen Arbeitsweisen und Methoden der naturwissenschaftlichen Fächer eingeübt:

- Experimentieren / - Protokollieren / - Wissenschaftliches Zeichnen /
- Daten erheben, darstellen und auswerten / - Mikroskopieren / - Modellieren

Durch diese Herangehensweise werden die bisherigen Lernziele des Faches PROPP innerhalb des MaNITU erlebbar gemacht und dadurch trainiert. In Mathematik und Informatik bieten sich Fermi-Aufgaben (offene Aufgaben), Film drehen über komplexe math. Inhalte, Statistik: Umfragen & deren Auswertung, Spiele in der Wahrscheinlichkeit, Roberta: Lernen mit Robotern (Informatik), Geocaching, Zahlenzauber, Umgang mit math.Geometrieprogrammen und Vermessungstechnik an.
Für die Erweiterung in Naturwissenschaft und Technik werden die Themen Kristalle züchten, Bau eines Sonnensystem-Modells, Sternkarten und Astronomie und Exkursion (s.u.),  Bodenuntersuchungen, Bach (Lebewesen) / Bachpatenschaft, Stromkreise löten, Trennverfahren oder Chromatographie etc., Gewässerreinigung, Bau von Raketen (Luftdruck, Carbonat) interessant.
Ideen für Exkursionen: Planetenwanderung Nonnweiler (Astronomie),  Dynamikum Pirmasens, Sternwarte Uni Trier, Kläranlage Trier.

Sport- und Fitnessklasse (SpoFis)
Wählt man die Mitgliedschaft in dieser Neigungsgruppe, so werden mindestens 6 Stunden Sport (einmal nachmittags) angeboten zur Vertiefung der Lehrplaninhalte, Kooperationen mit Vereinen vor Ort. Damit dies nicht zu gesundheitlichen Überforderungen der Kinder führt, werden Eignungstests für Klassen 5 und 7 über Konditionelle (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit), koordinative Fähigkeiten,  Ballhandling und Ballspiel so wie  Soziale Kompetenz (pädagogische Beurteilung) durchgeführt.

Neigungsgruppen mit zweistündigen Schwerpunkten pro Woche für Kinder mit erster Fremdsprache Englisch:

Natur und Umgebung entdecken
Die Kinder entdecken Natur und Mehtoden zur Orientierung spielerisch beim Geocaching und beim Umgang mit Karte und Kompass. Dazu helfen auch Waldspiele, das  Klettern an der Kletterwand und Geschichte vor Ort entdecken.

Sport erleben
Dem Bewegungsmangel vieler Kinder durch das Interesse an modernen Medien einerseits und dem natürlichen, altersgemäßen Bewegungsdrang andererseits möchten wir mit einem Sportkonzept antworten, das Interesse für lebenslange Ausübung der Sportarten wecken soll. Die Sportlehrer bieten die Themen Ballsportarten (Fußball, Handball, (Beach-)Volleyball, Tennis, Tischtennis), Leicht-athletik, Turnen, Rudern und Schwimmen an.

Kunst entdecken
Schließlich werden Kunst und Kultur den Kindern näher gebracht durch Besuch von Film- und Theateraufführungen, eigenes Singen und Musizieren, aber auch durch die künstlerische Erziehung im Malen, Töpfern und Basteln.

Ganztagsklassen 
Der Unterricht wird rhythmisiert angeboten. Das heißt, dass schriftliche Arbeiten möglichst auch im Unterricht erledigt werden und Hausaufgaben im alten Sinne nicht im gleichen Umfang anfallen. Dazu wird der Unterricht in den schriftlichen Fächern um einige Stunden verstärkt, aber auch die nichtschriftlichen Fächer, weil dort auch zusätzliche Zeit zum Üben und zur Anfertigung schriftlicher Arbeiten zur Verfügung gestellt werden muss. Neben der üblichen Fächer der Stundentafel haben Ganztagsschüler die Möglichkeit, aus vielen Arbeitsgemeinschaften eine auszuwählen, die ihnen besonders gefallen.

Unterricht
Um das Klassenlehrerprinzip der Grundschule teilweise nachzubilden, werden in der Orientierungsstufe die Klassenleitungen möglichst in ihren beiden Fächern und im Fach ProPP eingesetzt, die anderen Fächer der Stundentafel werden nach dem Fachlehrerprinzip abgedeckt. Die Unterrichtsverteilung in den Klassen Fünf und Sechs findet nach der Stundentafel des Gymnasiums und der Realschule plus statt, schriftliche Fächer sind Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache (Englisch oder Französisch), nicht schriftliche Fächer sind Religion/Ethik, Musik, Sport, Kunst und Naturwissenschaft. In Klasse Sechs kommt die zweite Sprache oder Wahlpflichtfächer hinzu. Wählt ein Kind Wahlpflichtfach, wird es alle vier Monate Unterricht in den Fachgebieten Naturwissenschaft und Technik, Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialpflege so wie informatorische Bildung erhalten. Diese zuletzt genannte Wahl wird Kindern empfohlen, die den Bildungsgang Berufsreife oder den Abschluss Qualifizierter Sekundarstufen-Eins-Abschluss anstreben. 

 
ProPP (Programm zur Primär-Prävention)
Seit dem Schuljahr 2009/10 werden in der Stufe 5 in allen Klassen Unterrichtseinheiten zum „Lernen des Lernens“ und zu allgemeinen sozialen Verhaltensweisen im Klassenverband zwei Stunden pro Woche mit zwei Lehrern als Team gehalten. Ergänzend bieten wir hierzu einen thematischen Elternabend an.  Elternarbeit ist wichtig in der Orientierungsstufe. Wir sind daher bemüht, gerade in der Orientierungsstufe mit den Eltern immer im Gespräch zu bleiben. In der Freiarbeit finden immer wieder Elternworkshops statt.
Regelmäßige Elternsprechtage und individuell vereinbarte Gespräche mit Eltern dienen dazu, Probleme zu besprechen und Lösungsansätze zu entwickeln, damit eventuell auftretende Probleme in Zusammenarbeit gelöst werden können.  So wird bei der Klassenzusammensetzung bereits darauf geachtet, dass der Klassenverband aus Teilgruppen besteht, die sich entweder bereits von der Grundschule her kennen oder die aus einem gemeinsamen Wohngebiet kommen. Wir achten auch darauf, dass Kinder mit gleichen Interessen und Neigungen oder ähnliche talentierte Kinder gemeinsam lernen können. Die in der Orientierungsstufe unterrichtenden Lehrer/Innen werden -sofern dies machbar ist- so eingesetzt, dass die Zahl der Unterrichtenden in einer Klasse möglichst gering bleibt. Die Klassenlehrer/Innen werden daher meist mit 2 Fächern (ein schriftliches und ein nicht schriftliches Fach, dazu zwei Stunden ProPP) und einer entsprechend großen Stundenzahl eingesetzt (Klassenlehrerprinzip).  Die neuen Schülerinnen und Schüler werden vor den Sommerferien mit den Eltern zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen, bei dem sie ihre neuen Klassenkameraden und ihre zukünftigen Klassenlehrer kennen lernen können. Damit sind der neue Klassenraum, die neuen Mitschüler und die Hauptbezugsperson für die nächsten beiden  Schuljahre am ersten  Schultag bereits bekannt.
Der erste Schultag fängt für die neuen Schülerinnen und Schüler am zweiten Schultag mit einer Einschulungsfeier für Eltern und Kinder in der Stefan-Andres-Halle an. Diese Feier wird von Schülern der Stufe 6/7 gestaltet, die die Neuen so willkommen heißen. Die ersten beiden Schulwochen stehen dann unter dem Thema „Unsere neue Schule“. In den ersten 5 Schultagen finden vielfältige Kennenlernaktionen (gemeinsames Frühstück, spielerisches Kennenlernen der Lehrer und neuen Mitschüler, Kennenlernen des neuen Gebäudes mit SAG-Rallye etc.) statt. Kennenlernen findet auch schon Wochen vor Schulbeginn für die angemeldeten Kinder der vierten Klassen durch ein großen Kennenlernfest statt, bei dem die Klassen spielerisch ihre Kräfte erproben, während Eltern und Lehrer Gelegenheit zum ersten Austausch im Elterncafé haben, das vom Förderverein betrieben wird. Klassenräume haben immer einen Arbeitscharakter, in der Orientierungsstufe wird jedoch verstärkt Wert darauf gelegt, die in den Räumen geleistete Arbeit auch sichtbar zu machen und den Raum durch die Schüler selbst individuell gestalten zu lassen. Dies spiegelt sich in bearbeiteten Landkarten, Wandzeitungen, festgehaltenen Regeln genauso wider wie in einer individuell gestalteten Klassenbücherei oder selbst ausgewähltem Wandschmuck und Pflanzen auf dem Fensterbrett.  Längst gehören zum Arbeitscharakter der Räume auch Computer, darüber hinaus sind Medien-/Klassen- und Fachräume mit Whiteboards und interaktiven Beamern sowie Notebookwagen vorhanden. 
Feiern (z.B. Weihnachtsfeiern, Spiele-Nachmittage), Ausflüge, gemeinsame Theaterbesuche und Klassenfahrten gehören elementar zum Schulleben der Orientierungsstufe. Während einzelne Ausflüge je nach Situation der Klasse durchgeführt werden, findet Mitte der Stufe 5 für alle eine mehrtägige Klassenfahrt (z.B. nach Rurberg mit betreuten Exkursionen zu den angrenzenden Hochseilgärten) statt, um die Klassengemeinschaft zu festigen und stellen ein Highlight in der ProPP-Ausbildung dar.  Ein erster Höhepunkt des Schuljahres ist der Tag der offenen Tür im Februar, bei dem die Fünftklässler, die sich mittlerweile bestens eingelebt haben, interessierten Kindern und Eltern umliegender Grundschulen die Schule und ihre Arbeit zeigen können.
In der Stufe 6 werden dann in einem Verkehrsprojekt mit der Polizei-Inspektion Schweich  Kenntnisse wieder aufgefrischt und das Verkehrsverhalten auf dem Schulweg geübt.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Trier und der eigenen Bibliothek bietet das SAG gerade auch in der 5./6. Jahrgangsstufe regelmäßig die Ausleihe altersgemäßer Literatur an, um die Schüler zum Lesen und zum Austausch über Gelesenes zu motivieren. Da hier sowohl erzählende Literatur als auch Sachbücher im Angebot sind, wird dieses Angebot zur Leseförderung von den meisten Schülern gerne angenommen. Darüber hinaus finden im Rahmen des Schwerpunkts LeseClub Wettbewerbe in unserer Bibliothek an, zu denen sich alle Schüler der Orientierungsstufe anmelden.  Ein weiteres wesentliches Element unseres Schullebens sind auch die sportlichen Veranstaltungen auf der C-Sport-Anlage des Schulzentrums: Die Bundesjugendspiele, die Landessportfeste der Schulen und unser Sport- und Spielefest für die Stufen 5 bis 10 jeweils am Ende des Schuljahres, besonders beliebt sind in diesen Rahmen auch unsere Schwimm-Meisterschaften in Zusammenarbeit mit der örtlichen DLRG-Gruppe Schweich.
Im Rahmen eines ganzheitlichen Verständnisses von Bildung und Erziehung und auch für die Entwicklung des Sports in unserer Gesellschaft hat der Schulsport zentrale Bedeutung. Bewegungserziehung in der Schule darf deshalb nicht nur auf das in der Regel 3-stündig unterrichtete Fach Sport beschränkt bleiben. Bewegung, Spiel und Sport sollten auch im außerunterrichtlichen Bereich ein fester Bestandteil unseres Schullebens sein (freiwillige  Schülersportgemeinschaften, Wandertage, Klassenfahrten, tägliche Bewegungszeit ermöglicht durch eine bewegungsfreudige Gestaltung des Schulgeländes). Schwimmen bieten wir in allen Stufen 5 und bis 13 regelmäßig in AGs, unseren Schwerpunktnachmittagen und als Teil des Sportunterrichts an, weil an unser Schulgelände das Freibad der Stadt Schweich unmittelbar angrenzt.


Das Europakonzept – Umsetzung in der Unterrichtspraxis
Der Fremdsprachenunterricht dient nicht nur der Vermittlung von Sprache, sondern transportiert darüber hinaus die kulturellen Besonderheiten der Zielsprachenländer. Wandertage und sonstige Exkursionen in das benachbarte Ausland regen zur Anwendung der Fremdsprache an und schaffen so motivierende Erfolgserlebnisse. Ergänzend wird die Kommunikationsbereitschaft durch eine Öffnung der Schule über ihre Schulgemeinschaft hinaus angeregt, indem an altersspezifische Interessen der Schülerinnen und Schüler angeknüpft wird. Die vertrauten Arbeitsweisen des Methodentrainings finden im täglichen Fremdsprachenunterricht ihre Anwendung. Der Deutschunterricht greift den Toleranzgedanken in verschiedenen Schwerpunkten auf. In erzählenden Texten unterschiedlichster Art werden Schüler u.a. dazu angeleitet, die eigene Situation und den Stellenwert der Gemeinschaft zu erkennen. Daraus resultierend werden Kommunikationsbereitschaft und Interesse an anderen Menschen gefördert. Der Schüler lernt durch vielfältige ihm aufgezeigte Lösungswege auf andere zuzugehen (vgl. Propp). Das SAG bietet ein besonders vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften an -  Sprachenlernen (z.B. Spanisch), Sport (z.B. Fußball, Handball, Basketball, Badminton, u.a.), Chor, BigBand, Orchester, Theater, Kunst, Tanz, Schulsanitätsdienst und vieles mehr.

Und später:
Streitschlichtung, Austauschprogramme, die Unterrichtsprogramme, die aus der Kooperation mit Firmen entstanden sind, Programme zur Berufswahlorientierung, Wirtschafts-englisch, Zertifikatsprüfungen in Fremdsprachen (DELF/DALF/Cambridge) – all dies und vieles mehr kann dann im weiteren Verlauf der Schullaufbahn wahrgenommen werden.

Beratende Bemerkungen zur Wahl der Schulform Gymnasium auch hinsichtlich einer Eignungsüberlegung zum Ende der Orientierungsstufe:
Allgemein lässt sich die Frage, welche Schüler/Innen für das Gymnasium geeignet sind, nicht beantworten. Es gibt aber Grundvoraussetzungen im Lernverhalten, die in der Klassenkonferenz zum Ende der Orientierungsstufe berücksichtigt werden:

-  Interesse und aktive Teilnahme an der Umwelt;
-  Interesse an Büchern;
-  Spaß an der Schule und am Lernen;
-  Fähigkeit zu konzentriertem und - dem Alter entsprechend - angemessen selbstständigem Arbeiten (auch bei den Hausaufgaben);
-  gutes Gedächtnis und schnelle Auffassungsgabe;
-  altersangemessene Darstellungsfähigkeit.
-  Durchschnitt der vier schriftlichen Fächer mindestens 2,75 und der Schnitt der anderen Fächer ebenfalls mindestens 2,75

Die Orientierungsstufe (5./6. Schuljahr) knüpft an die Arbeit der Grundschule an und führt die Kinder langsam zur Arbeitsweise des Gymnasiums hin. Erst mit der Versetzung am Ende des 6. Schuljahres (zwischen 5. und 6. Schuljahr gibt es keine Versetzung) ist diese Übergangsphase abgeschlossen, das heißt hier endet die Orientierungsstufe und die Eltern werden aufgefordert, entsprechend unserer Empfehlung, den weiteren Bildungsweg ihrer Kinder zu planen.  Wir sind daher bemüht, gerade in der Orientierungsstufe mit den Eltern immer im Gespräch zu bleiben. Regelmäßige Orientierungsstufenkonferenzen, schriftliche Mitteilungen über das Sozial- und Arbeitsverhalten und die Disziplin im Unterricht,  und Elternsprechtage sorgen für ausreichende Beratung. Persönliche Beratungs-gespräche können jederzeit vereinbart werden. Am Ende der Orientierungsstufe entscheidet die Klassenkonferenz nach Maßstäben, die mit dem Schulelternbeirat abgestimmt sind (s.o.), ob eine Schülerin/ein Schüler das Gymnasium oder die Realschule plus besuchen wird.

 

Stefan-Andres-Gymnasium Schweich | verwaltung@sag-schweich.de in Trägerschaft des Landkreises Trier-Saarburg