Stufenübergreifender Überblick

1. Methoden Orientierungsstufe

Ziele: (Ordner mit Lehr- und Lernmaterial zur Umsetzung steht bereit)

         Möglichst viele Kinder befragen und kennenlernen, Schulrallye
         Führen eines Mitteilungsheftes, eines Hausaufgabenheftes
         Verhaltensregeln, Klassenrituale, Gesprächsdisziplin
         Zeitmanagement
         Häusliche Arbeit, Arbeitsplatz (zu Hause und in der Schule), Tasche packen
         Hausaufgaben, Heftführung, Vokabeltraining
         Einführung in den Umgang mit dem Computer: Brief (Word),  
         Kurzreferat(Powerpoint)

         Lerntypenanalyse, verschiedene Lernwege, verschiedene Lernkanäle

ProPP (Programm zur Primärprävention:
Lehr- und Lernmaterial steht zur Verfügung)

         Stärken und Schwächen der eigenen Person wahrnehmen, Rolle in der
         Gemeinschaft

         Verantwortungsbewusstes Handeln
         Dem Druck auf die eigene Person standhalten lernen
         Eigene Erwartungen und Enttäuschungen kennenlernen, mit Frustration
         umgehen lernen

         Konflikte erkennen und entspannen

 

2. Methoden Mittelstufe

Ziele:

        Selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen
        Steigerung des wissenschaftlichen Arbeitens
        Planung von Lernzeit, Lernstoff und Selbststeuerung
        Ordnung und Pünktlichkeit
        Selbständige Aufbereitung und Darbietung von Lernstoff
        Strategien zur Informationsbeschaffung
        Präsentationstechniken

 

Zeitverwaltung
Im Zusammenhang mit kulturellen Veranstaltungen im Schulzentrum ist eine sorgfältige und langfristige Planung erforderlich, damit Schülerinnen und Schüler, die sich z.B. bei Konzerten, Theateraufführungen oder Hobbykursen engagieren, keine Benachteiligungen in Kauf nehmen müssen. Die Beteiligung an Veranstaltungen dieser Art in der Schule soll in jeder Hinsicht gefördert werden. Darüber hinaus soll das Schuljahr durch Zeiten der Feste und des Feierns aufgelockert und in seinem Rhythmus bestimmt werden. Gelungene Schulfeste und Sportfeste sind nicht nur eine Bereicherung des schulischen Erlebens, sondern verstärken den Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft.


Reflexion und Selbstentfaltung
Das SAG ist bemüht, Schülern nicht nur Freiräume für sinnvolle Aktivitäten zu öffnen, sondern darüber hinaus Freiräume zu schaffen, in denen Schüler in ihren besonderen Fähigkeiten und Interessen gezielt gefördert und sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst werden können. Zur Bildung gehört mehr als bloßes Fachwissen. Gerade in einem Schulzentrum ist die Förderung von sozialer Kompetenz und emotionaler Intelligenz von besonderer Wichtigkeit. Individuelle und soziale Erlebnisse werden durch die gezielte Reflexion zu eigenen Lernerfahrungen und fördern so Teamfähigkeit, soziales Lernen und gegenseitige Anerkennung. So wird auch die Fähigkeit der Verarbeitung von Erlebnissen der Schülerinnen und Schüler gestärkt.


3. Beratungskonzept
Beratungstätigkeit in der Schule ist grundsätzlich ebenso wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer. Sie bezieht sich vor allem auf

• die Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie von Erziehungsberechtigten
   über Bildungsangebote, Schullaufbahnen und berufliche Bildungswege
   einschließlich der Berufswahlvorbereitung,

• die Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten bei
   Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten.


Dieser Forderung suchen wir auch in unserem Schulkonzept gerecht zu werden, indem wir die Schülerin/den Schüler bei den besonderen Anforderungen der heutigen Zeit begleiten und beraten. Wir helfen ihr/ihm, Spannungen auszuhalten, Gefährdungen zu erkennen und in der modernen, offenen, sich rasch verändernden Welt Orientierung zu finden.

Im Folgenden zeigen wir - systematisch geordnet nach Orientierungsstufe ( 5/6 ), Mittelstufe ( 7-10 ) und Oberstufe ( 11 – 13 ) - Maßnahmen und Formen der Beratung und Informationen auf, wie sie im Einzelnen auch von den einschlägigen Verordnungen und Vorschriften formuliert werden. In den verschiedenen Formen und Anlässen von Beratung und Information sehen wir als Lehrerinnen und Lehrer eine Pflicht und ein Angebot zugleich gegenüber den Schülerinnen und Schülern als auch den Eltern, die wir damit auch zu einer nutzbringenden Zusammenarbeit einladen möchten.


Orientierungsstufe
Vor dem Eintritt in die GOS
·         Schnuppernachmittag / Kennenlernfest  für Viertklässler
·         Infoabende zur Freiarbeit und zum Grundschulübergang
·         Tag der offenen Tür
·         Eingangsberatung bei der Anmeldung


Stufe 5
Orientierungsstufenkonferenz: Schülerbogen zu Arbeits- und Sozialverhalten
Elternsprechtag
Orientierungsstufenkonferenz: (Halbjahreszeugnis mit Noten, Freiarbeits-Gutachten, Kommentar zum Arbeits- und Sozialverhalten, Fördervorschläge)  Beratung zur Wahl der zweiten Fremdsprache bzw. des Wahlpflichtbereichs
Orientierungsstufenkonferenz: Schülerbogen zu Arbeits- und Sozialverhalten
Orientierungsstufenkonferenz: (Zeugnis mit Noten, Freiarbeits-Gutachten, Kommentar zum Arbeits- und Sozialverhalten, Fördervorschläge)

Stufe 6
Orientierungsstufenkonferenz: Schülerbogen zu Arbeits- und Sozialverhalten
Elternsprechtag
Orientierungsstufenkonferenz: (Halbjahreszeugnis mit Noten, Freiarbeits-
    Gutachten, Kommentar zum Arbeits- und Sozialverhalten, Fördervorschläge)
Orientierungsstufenkonferenz: Schülerbogen zu Arbeits- und Sozialverhalten
Orientierungsstufenkonferenz: (Zeugnis mit Noten, Freiarbeits-Gutachten,
    Kommentar zum Arbeits- und Sozialverhalten, Fördervorschläge)
Laufbahnberatung zur Schulart Klasse 7

Stufen 7 - 10
1. Halbjahr
Pädagogische Konferenz
Elternsprechtag
 Zeugniskonferenz  
Beratung zu den Förderempfehlungen unmittelbar nach dem Ausgabetermin

2. Halbjahr
Pädagogische Konferenz  Blaue Briefe und Beratungssprechstunde
Zeugniskonferenz Beratung zu den Förderempfehlungen unmittelbar nach dem Ausgabetermin
Außer den schon genannten Beratungen in den Klassenstufen 7 bis 10 erfolgen weitere Beratungen, die jedoch nach den schulischen Bedürfnissen und gesetzlichen Vorgaben von den übrigen Beratungen abweichen.
         Berufswahlorientierung /Betriebspraktikum
         unterrichtsbezogen (Politik / Deutsch / BIZ-Besuch)
         Info-Abend „Eltern stellen Berufe vor“
         Beratung zur Fortsetzung der Schullaufbahn  

 

Stufe 10
Planung der Schullaufbahn
für die Gymnasiale Oberstufe
Kurswahlen 11 bis 13
Information über die Fächer in der gymnasialen Oberstufe
Individuelle Beratung bei der Abgabe der Wahlzettel

Stufe 11
Beratung zur Kursumwahl durch die Fachlehrerinnen und – lehrer


Stufe 12
Facharbeit, in der Regel drei Beratungsgespräche
Hochschultage
Individuelle Beratung bei der Kurswahl und Prüfung der Belegungsverpflichtung

Stufe 13
Individuelle Beratung zur Qualifikation
Berufsorientierung, Assessment –Training
(Testverfahren und Methodentraining für   Führungskräfte), ZVS


4. Förderkonzept

Bilinguales Sprachangebot
Um für die Sprachausbildung ein Zusatzangebot zu schaffen, werden bilinguale Züge ab Klasse 5 in Englisch und Französisch eingerichtet.
Insgesamt wird durch den bilingualen Unterricht auf die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit für Studium und Beruf Wert gelegt. Diese verbesserte Kommunikationsfähigkeit in den Bereichen Wirtschaft und Naturwissenschaft (Lesen und Verarbeiten von Quellen und Texten) bewirkt andererseits auch eine verbesserte Kommunikation in der Fremdsprache selbst.
Ende Klasse 10 und noch einmal zum Abitur werden über den Umfang und die Art der bilingualen Ausbildung Zertifikate der Schule in entsprechender Sprache ausgestellt, die international anerkannt werden.

Sprachförderung
In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger, Qualifikationen nachzuweisen, die sowohl für einen späteren Beruf als auch für ein Studium von Bedeutung sein können, denn Abiturienten gibt es so viele, dass man nur mit guten Noten und/oder zusätzlichen Leistungen weiterkommt. Die meiste Zeit zum Erwerb verschiedener Qualifikationen hat man in der Schulzeit, also ist es klug, die Angebote an unserer Schule zu erweitern.
Aus diesem Grund bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Institut Français und der Add Trier die Zusatzqualifikation „DELF“ und auch „DALF“ an. Das Angebot richtet sich im Rahmen der Begabtenförderung an sprachbegabte Schülerinnen und Schüler, die im Hinblick auf das spätere Berufs- oder Studienleben ein international anerkanntes Diplom erwerben möchten.
Zusätzlich dazu bieten wir Zertifikatkurse verschiedener Stufen und Schwierigkeitsgrade in Englisch an (Cambridge Certificates B1 bis C2), die auch zertifiziert werden. Im Bereich der Arbeitsgemeinschaften gibt es außerdem Angebote in anderen Fremdsprachen, z. B. in Italienisch oder Spanisch.
Alle diese Angebote sind ein fakultatives Angebot für diejenigen Schüler, die ihre Kenntnisse mehren und ihre Kompetenzen erweitern wollen und zudem gerne lernen. Dem Erwerb sprachlich-sozialer Kompetenz dienen die in der Mittelstufe angesiedelten Schüleraustausche mit England, Polen, Spanien und Frankreich.


Das Sprachangebot laut Stundentafel
Jahrgangsstufe 5 : Englisch  oder Französisch (5-7 Stunden)
Jahrgangsstufe 6 : Französisch, Englisch, Latein (5 Stunden)
Jahrgangsstufe 9 : Französisch, Latein, Spanisch (3 Stunden)
Zertifikatkurse ab Jg. 9 : Französisch: DELF / DALF,
                                           Englisch: Cambridge Certificates (2 Stunden)

Außerdem bieten wir ab Klasse 5 einen zwei- und einen vierstündigen Schwerpunkt Spanisch an, der ab Klasse 7 weitergeführt werden kann. Ab Klasse 7 bieten wir einen vierstündigen Schwerpunkt Latein zum Erwerb des Latinums bis Ende Klasse 11 (dort als Grundfach) an.

Leseförderung
Weil Lesen die Fantasie beflügelt und Freizeit sinnvoll genutzt wird – Lesen verbessert den Sprachstil und erhöht den Wortschatz –, wollen wir unsere Schüler stärker zum Lesen animieren.
Im Flurbereich der Schule wird es eine „Lies-was-Säule“ geben, die ständig aktualisiert wird und Hinweise auf Neuerscheinungen und Buchbesprechungen gibt, aber auch auf die Bücherausleihe in der Schulbücherei verweist. Denn dort wird ständig der Bereich der Jugendliteratur vergrößert und erweitert.
Als weiteren Leseanreiz gibt es angeleitet und unterstützt von der AG „Leseclub“ die Lesenacht für die 5-ten Klassen. In dieser Nacht, die gemeinsam in der Schule verbracht wird, werden Autorenlesungen veranstaltet, Märchenerzähler werden eingeladen und die Schüler lesen selbst aus ihren Lieblingsbüchern oder stellen interessante Bücher vor.
Im Deutschunterricht werden in fast allen Klassen der Unterstufe Lesetagebücher verfasst, Autorenlesungen werden in den Deutschunterricht integriert und Lesewettbewerbe schulintern veranstaltet. Die Schule nimmt regelmäßig an der vom Bildungsministerium geförderten Aktion teil: „Ich schenk dir eine Geschichte“. In diesem Zusammenhang wird auch der Kontakt zu den ortsansässigen Buchhandlungen gestärkt.

Förderung durch Wettbewerbe
In jedem Schuljahr wird die Teilnahme von Schülern verschiedener Klassenstufen an Wettbewerben unterstützt und gefördert. Ein jährlich wiederkehrender Wettbewerb ist z. B. die Mathematikolympiade und der Känguru-Wettbewerb. Die Erdkunde-Olympiade wird ebenfalls jährlich ausgetragen. Dazu kommen Wettbewerbe aus der Physik (z. B. zum Sparen von Energie), der Chemie, der Biologie (z.B. „Bio find’ ich kuhl“) und der Informatik (Lego-Mind-Storm). Auch andere Fächer sind in unregelmäßigen Abständen beteiligt.

Förderung durch Arbeitsgemeinschaften
Wir bieten jedes Jahr eine große Anzahl  von Arbeitsgemeinschaften an, die zusätzlich zu den Sprachangeboten (s. o.) belegt werden können. So gibt es ein umfassendes Sportangebot, aber auch weitere Angebote wie: Foto-AG, Schülerzeitungs-AG, Literaturcafé, Garten-AG, Mofa-AG, Theater-AG,  Kunst-AG, Kreatives-Schreiben-AG, LeseClub, Schach-AG  und vieles andere. Die Wahl ist freiwillig und stellt ein Angebot der Schule für die Schüler dar, um Kreativität zu fördern, aber auch, um soziale Kompetenzen zu schulen oder einfach nur sinnvoll verschiedene Bereiche auszuprobieren.

Förderung durch Online-Diagnose in jedem schriftlichen Fach
Die Online-Diagnose wird inzwischen von vielen Verlagen angeboten, das SAG Schweich unterstützt diese Zusammenarbeit. Sie hilft den Lehrerinnen und Lehrern für ihre Schülerinnen und Schüler, Stärken zu erkennen und Defizite zu beheben. Das Instrument bietet eine Online-Lernstandsdiagnose und Auswertung auf Basis der aktuellen Bildungsstandards und unterstützt mit individuell zusammengestellten Fördermaterialien passend zu den eingeführten Lehrbüchern.

Förderung von Sozialkompetenzen
Programm zur Primärprävention in der Orientierungsstufe
Dass sich die gesellschaftliche Wirklichkeit in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat, ist allgemein bekannt. Eltern haben meist weniger Zeit für ihre Kinder. Kinder unterliegen Einflüssen, auf die die Eltern kaum noch einwirken können. Es gibt heute keine Normalbiographien, Normalklassen und Normalschulen mehr. Die Schüler kommen mit ihren vielen Wirklichkeiten in die Schule. Die Zeit, die die Kinder in der Schule verbringen, muss dazu genutzt werden, die Fähigkeit zu vermitteln, sich veränderten Bedingungen anzupassen. Wir unterstützen Jungen und Mädchen, sich in einer Welt ambivalenter Bedingungen zurechtzufinden. Das bedeutet: Wir legen Wert auf Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung in Leben, Arbeit und Gesellschaft. Hierzu steigern wir das Selbstvertrauen, die selbstbewusste Einschätzung der eigenen Möglichkeiten und des eigenen Wertes sowie gleichermaßen eine realistische Einsicht in persönliche Grenzen. Ein anderes Thema, das jedoch im Umfeld von Gewalt und Jugendkriminalität angesiedelt ist, befasst sich mit den „Gefahren des Internets“. Unter diesem Thema wird in jedem Jahr ein Informations-abend unter Einbeziehung speziell ausgebildeter Kriminalbeamter der Polizei Trier veranstaltet. Da auch viele unserer Schüler Stunden vor dem Fernseher bzw. am Computer verbringen, halten wir es für unsere Pflicht, auf die – aus einem Fehlverhalten resultierenden – Gefahren aufmerksam zu machen und unsere Schüler nach Möglichkeit zu schützen.
Der Suchtmittelgebrauch kann als eine Form der Auseinandersetzung Heranwachsender mit ihrer Lebenswelt und mit den an sie gestellten Entwicklungsaufgaben betrachtet werden. Suchtmittel sind für Jugendliche besonders gefährlich, da sie aufgrund ihrer physischen und psychischen Entwicklung schneller abhängig werden als Erwachsene. Viele von ihnen zeigen zudem eine hohe Risikobereitschaft und ein relativ geringes Gesundheitsbewusstsein.
Zahlreiche Jugendliche verschiedener Altersgruppen geraten mit Suchtmitteln wie Zigaretten, Alkohol oder mit illegalen Drogen in Kontakt. Einige belassen es beim einmaligen Konsum, während viele andere den Suchtmittelgebrauch fortsetzen und intensivieren. Da die Konsummuster insbesondere in der Einstiegsphase noch nicht gefestigt sind, bestehen gute Chancen, die Einnahme frühzeitig zu beenden.

Selbstgesteuertes Lernen
Im Unterricht der 5. und 6. Klassen werden zur Förderung des Sozialen Lernens und zum Erlernen des selbständigen Lernens verschiedene Programme in den laufenden Unterricht eingebunden. Darüber hinaus werden Methoden trainiert, die der Förderung der Konzentration dienen und Organisationshilfen sowohl im häuslichen Bereich (Hausaufgabenbearbeitung, Gestaltung des Arbeitsplatzes) als auch in der Schule (Abbau von Angst vor Klassenarbeiten, Organisation von Arbeitsschritten) dienen.

Förderung der Gesundheit durch Sport
Wir möchten unseren Schülern ein möglichst breites Sportangebot bieten, um viele Schülerinteressen zu berücksichtigen, um neue Interessen zu wecken und um den Schülern die Vielfalt des Sportes als Grundlage für die Gesunderhaltung von Geist und Körper näher zu bringen.
Ein anderer Gesichtspunkt des Sportes ist das gemeinsame Tun, denn besonders in Teamsportarten sind Erfolge nur dann zu erzielen, wenn Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen gegeben sind. Es ist in einer Gruppe wichtig zu kooperieren und sich zu verständigen, aber auch das eigene Tun und die eigene Leistung zu erfahren, zu verstehen und einschätzen zu lernen. Erst dann kann der Einzelne etwas wagen und die Verantwortung für das eigene Tun übernehmen.
Erwähnenswert ist auch unser jährlich stattfindendes Skiprojekt in der Stufe 9 in Kooperation mit der Realschule plus, das die sozialen Kompetenzen erweitern und sportliche Fertigkeiten ausbauen soll.
Die Fachkonferenz Sport bietet überdies regelmäßig ihre Unterstützung an, damit auch Wandertage und Klassenfahrten unter einem bewegungsorientierten Charakter stehen können. Ein großes AG-Angebot und regelmäßige Teilnahme an Projekten (z. B. Besuch des Hochseilgartens) sichern dem Sport eine angemessene Stellung in unserem Schulleben. Arbeitsgemeinschaften werden in den Sportbereichen Handball, Volleyball, Leichtathletik und Krafttraining angeboten. Außerdem wird die Tradition durch die Teilnahme an den Bundesjugendspielen weiterhin gepflegt. Unmittelbar neben dem Schulgelände mit einer bestens ausgestatteten C-Sportanlage befindet sich das Städtische Freibad, das dazu einlädt, Schwimmunterricht in den Sportunterricht aller Stufen einzubinden und Wettkämpfe schulartübergreifend auszutragen.

Schulpsychologische Beratung
Sollte es erforderlich sein, kann unsere Schulsozialarbeit angefordert werden, um das Sozialtraining in einer bestimmten Klasse zu intensivieren oder das Selbstbewusstsein bestimmter Schüler zu fördern. Insgesamt kann dieser Lerntherapeut auch angefordert werden, um das Klassenklima zu verbessern und damit auch die Arbeitshaltung einzelner Schülergruppen zu verbessern bzw. den Lernerfolg zu erhöhen. Durch Elterngespräche, Gespräche mit Lehrern und der Arbeit mit den Schülern wird die Kommunikationsstruktur intensiviert, Probleme werden ins Bewusstsein gerückt und Problemfälle bearbeitet – damit wollen wir die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus fördern und die Problemerkennung verbessern.


Förderung gesellschaftlicher Kompetenzen
Verkehrserziehung Tagtäglich werden unsere Schüler mit zunehmendem Verkehr und den damit verbundenen Gefahren konfrontiert. Kindern fällt es schwer, theoretisches Wissen, wie sie es z. B. im Verkehrsunterricht vermittelt bekommen, in der Praxis anzuwenden. In der Jahrgangsstufe 5 gibt es die von der Polizei angebotene Beleuchtungs- bzw. Fahrradkontrolle, und außerdem nehmen wir an dem Projekt „Achtung Auto“ des ADAC teil. Dieses Projekt spricht ebenfalls die Schüler der Stufe 5 an und macht ihnen auf „fassbare“ Weise deutlich, wie gefährlich ein unbedachtes Verhalten im Verkehr sein kann. Für die Stufe 6 gibt es das Verkehrsprojekt, bei dem das richtige Fahrradfahren eingeübt wird und das mit einer Fahrprüfung abschließt (Polizeiinspektion Schweich). Damit auch die Schüler der Mittelstufe, die uns ebenso gefährdet erscheinen wie die jüngeren Schüler, das richtige Verhalten im Straßenverkehr lernen, gibt es die Mofa-AG. In dieser Arbeitsgemeinschaft wird auf einem Übungsgelände der PI Schweich  das sichere Verhalten eingeübt. Nach eineinhalb Jahren kann dann eine entsprechende Prüfung – theoretisch wie auch praktisch – abgelegt und der Mofaführerschein erworben werden.


Förderung der schulischen Ausbildung
Vertiefendes Lernen
Um auch die schwächeren Schüler angemessen zu fördern, versuchen wir nach Möglichkeit die Unterrichtsstunden der Hauptfächer aufzustocken, indem wir grundsätzlich dem Klassenlehrer eine Stunde mehr in seiner Klasse zuweisen, aber auch die anderen Fächer (D, E, F, M) mit einer Stunde zusätzlich versehen. Diese zusätzlichen Stunden sollen dann für das vertiefende Lernen genutzt werden, zur Festigung des Lernstoffes und als Übungsstunden.

Qualifizierter Förderunterricht In den Klassen 5 und 6 werden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam von Lehrern der Realschule plus und des Gymnasiums unterrichtet, die mit unterschiedlichen Empfehlungen aus der Grundschule zu uns wechseln. Entsprechend unterschiedlich sind das Lern- und Arbeitsverhalten der Kinder. Unser Wille allen Kindern entsprechend ihres individuellen Leistungsstandes zu fördern und zu fordern wird durch temporäre Differenzierung der Lerngruppen und Doppelbesetzung der Lehrer in den Fächern Deutsch, Fremdsprache und Mathematik erreicht.

„Schüler helfen Schülern“
Diese Einrichtung führt dazu, dass Ober- und Mittelstufenschüler die Schüler der Unter- und Mittelstufe in dem jeweiligen Fach helfen und unterstützen, das sie selbst am besten können.  Sinn dieser Aktion ist das Prinzip, dass leistungsstarke Schülerinnen und Schüler alten Lernstoff wiederholen und vertiefen und leistungsschwache kostenfrei ein zusätzliches Lernprogramm erhalten, um Schwächen auszugleichen.

Das Konzept gilt als zusätzliche Fördermaßnahme. So können die Schüler der Orientierungsstufe zwischen verschiedenen Förderangeboten im Schuljahr 2011/12 wählen:

·         Förderstunden am Vormittag
·         Förderschwerpunkte am Nachmittag (betreut von ausgewählten Lehrern)
·         Schüler helfen Schülern

 Betreuende Lehrer (Gymnasium):

·         Ludger Arand  (Deutsch)
·         Marc Dittgen (Englisch)
·         Gabi Rössel  (Mathematik)

 Ziele:

- Leistungsverbesserungen in den Hauptfächern für Tutoren und jüngere Schüler
- Eine Atmosphäre in der Schule schaffen, in der mehr Schüler als sonst
   Erfolgsgefühle haben.
- Mehr Schülern Anstöße zur Leistungsmotivation vermitteln.
- Den Tutoren Vertrauen und Selbstbewusstsein vermitteln.
- Den Tutoren die Möglichkeit geben, Lehrerverhalten zu praktizieren, sich damit
  besser in die Lehrer einzufühlen und pädagogische Qualifikationen zu erwerben.
- Soziale Qualifikationen, z.B. positiven Umgang mit jüngeren Schülern, vermitteln.
- Individualisierung und innere Differenzierung verstärken.
- Aggressives und sozialstörendes Verhalten abbauen, indem kooperatives
   Verhalten aufgebaut wird.

 Tutoren lernen,
- Verantwortung zu übernehmen,
- Autorität auszuüben,
- Unterrichtsstunden zu organisieren,
- Unterrichtsmaterial herzustellen und zu ordnen,
- auf Fragen und Aufforderungen unterrichtszentriert zu reagieren,
- mit anderen Schülern leistungsbezogen zu interagieren,
- zuzuhören,
- andere Schüler zu beraten.

 Jüngere Schüler lernen, dass
- ein anderer Schüler sich intensiv um sie kümmert,
- ein Schüler mit ihnen lernt,
- ein Schüler sie belohnt und positiv interagiert, sie lernen,
- ältere Schüler als Modelle für verantwortungsvolles, leistungs- bezogenes
  Handeln anzuerkennen,
- zuzuhören,
- auf Fragen zu antworten,
- immer auf eigene Fragen Antwort zu erhalten,
- selbst Fragen zu stellen.
Die letztgenannten Lernziele beziehen sich sowohl auf kognitive als auch soziale Kompetenzen.

 Umsetzung ab dem Schuljahr 2011/2012 

Im Schuljahr 2011/2012 betreuen Schüler der 7. Klassen des Gymnasiums („Tutoren“) Schüler der neuen 5. Klassen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch (Nachhilfeunterricht).

-> Der Altersunterschied zwischen Tutoren und Fünftklässlern beträgt mind. 2 Jahre! In Zukunft ist ein Altersunterschied von 3 Jahren und mehr anzustreben (Kompetenzunterschied!).

  • Der Nachhilfeunterricht findet nach Möglichkeit einmal wöchentlich in einer 7. Stunde statt.
  • Die Tutoren werden zu Beginn des zweiten Halbjahres ausgewählt. Im Idealfall melden sich pro 7. Klasse 2-3 Schüler. Diese erhalten im Zeitraum bis zu den Osterferien ein „Tutorentraining“, in dem didaktische und methodische Grundlagen vonseiten der betreuenden Lehrkräfte vermittelt und ein Materialpool erstellt werden. Das Training findet bis zu viermal nach Vereinbarung statt. Dabei ist es sinnvoll, dass jeder Tutor sich auf ein Hauptfach spezialisiert.
  • Anreize für die Tutoren: angedacht ist eine finanzielle ‚Entschädigung’ für die Tutoren. So können diese ihr Taschengeld aufbessern. Die jungen Schüler hingegen können eine kostengünstige, aber durchorganisierte Nachhilfe – in sehr kleinen Gruppen – genießen. Sie entrichten einen noch zu klärenden Betrag an die Tutoren.
  • Der Nachhilfeunterricht beginnt im 2. Halbjahr. In den ersten Wochen ist eine betreuende Lehrkraft anwesend, um organisatorische Probleme zu klären. Ferner erhalten die Lehrkräfte eine Sprechstunde, die von den Tutoren besucht werden kann.

Auswahl der teilnehmenden Schüler in Klassenstufe 5: Zu Beginn des 2. Halbjahres erhalten die Schüler der 5. Klassen einen Elternbrief, in dem auf das Angebot „Schüler helfen Schülern“ hingewiesen wird. Daraufhin soll das Nachhilfeangebot verbindlich gewählt werden, da zu diesem Zeitpunkt erste Schwächen in den Hauptfächern deutlich sind.

Berufswahlorientierung (Zusammenarbeit mit der Realschule plus)
Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung stehen insbesondere in den Stufen 9 und 10 im Mittelpunkt des Unterrichts und zusätzlicher Veranstaltungen, damit sowohl die Schüler, die das SAG nach der Klasse 10 verlassen, als auch die Schüler, die das Abitur anstreben, frühzeitig umfangreich beraten und informiert werden und Fehlentscheidungen minimiert werden können. Die Veranstaltungen werden von der Elternschaft getragen (Vorstellung verschiedener Berufe), die Kreishandwerkerschaft und der Industriepark Föhren stellen Praktikumsplätze zur Verfügung und informieren über die Anforderungen der Betriebe.

Hochschultage
Die Universität Trier und die Fachhochschule Trier öffnen sich regelmäßig, um ihre Strukturen (Fächerangebote, Organisation, institutioneller Aufbau) vorzustellen. Unsere Schüler sollen und können diese Angebote individuell und/oder im Rahmen der Oberstufenkurse nutzen. Sie werden dabei von den jeweiligen Kurslehrern unterstützt. Ein Mitarbeiter des Arbeitsamtes (Abiturienten-/ Studienberatung) hilft den interessierten Schülern der Stufen 12 und 13, Antworten auf ungeklärte Fragen ihrer persönlichen Schullaufbahn bzw. Berufswahl zu finden. Dies soll eine Ergänzung zu intensiven Beratungsgesprächen in den Räumen der Berufsberatung (BIZ) sein.

Stefan-Andres-Gymnasium Schweich | verwaltung@sag-schweich.de in Trägerschaft des Landkreises Trier-Saarburg