„Wolfi123 – weiter am Start“ – Verordnung zur Klarnamenpflicht abgelehnt.

Die 10d Abgeordneten des Europaparlaments sprechen sich gegen die Klarnamenpflicht im Netz aus

Nachdem wir das Thema „Europa“ im Unterricht in Erdkunde und Sozialkunde behandelt hatten, durften wir live ausprobieren, wie Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen werden. Dazu fuhren wir nach Luxemburg ins Europaparlament.

Wie die wirklichen Parlamentarier bekamen wir Tagespässe, um die Sicherheitsschleuse zu passieren – ähnlich wie am Flughafen. Danach betraten wir das Gebäude des Europaparlaments und besuchten die interaktive Ausstellung „Europa erleben“. Dort flogen wir mittels VR-Brille nach Spanien und konnten erfahren, wer für welches Land im EP sitzt. So lernten wir unsere Kollegen schon mal kennen.

Dann hörten wir – gehalten vom Übersetzungsbüro des Parlamentes –  einen Vortrag über die Geschichte Europas und die Entstehung der Europäischen Union.

Unsere Mittagspause verbrachten wir in Kleingruppen auf dem Kirchberg.

Am Nachmittag durften wir endlich unsere Arbeit als ParlamentarierInnen beginnen. Wir verwandelten uns in Abgeordnete verschiedener europäischer Fraktionen und mussten über 2 Verordnungen abstimmen. Jeder von uns bekam ein Handy, auf dem die jeweilige Partei stand, die man vertrat. Dieses Gerät führte uns durch das Spiel, indem Informationen direkt an uns gesendet wurden. „In drei Minuten Treffen in der Cafeteria mit lokalen Akteuren.“ So durchliefen wir verschiedene Stationen, um uns inhaltlich vorzubereiten. Wir trafen uns mit Lobbyisten oder Betroffenen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. Zur Klärung der parteiinternen Position trafen wir uns in unserer Parteizentrale, zur Diskussion und zur Abstimmung dann im Plenum des EPs.  Die jeweiligen Parteisprecher stellten die Parteiposition vor, dann wurde abgestimmt.

Das gesamte Rollenspiel dauerte etwa zwei Stunden und endete mit dem Ergebnis, dass es keine Klarnamenpflicht auf gesamteuropäischer Ebene geben wird. „Wolfi123“ darf nicht verpflichtete werden sich mit seinem wirklichen Namen zu registrieren.

 

Gegen 17:00 Uhr machten wir uns schließlich auf den Heimweg. Insgesamt war es ein sehr interessanter und lehrreicher Ausflug, bei dem wir viel über Europa und die Arbeit des Europaparlaments gelernt haben.

„Uns ist gar nicht aufgefallen, dass 2 Stunden an einem Freitagnachmittag so schnell vergehen können. Die Arbeit als ParlamentarierInnen hat großen Spaß gemacht.“

„Wir waren ein Teil Europas und konnte wirklich gut nachvollziehen, wie schwierig die Entscheidungsfindung auf europäischer Ebene ist.“

„Diese Erfahrung vor Ort war nachhaltiger als 3 Stunden Unterricht in Schweich.“, Schülerinnen und Schüler der 10d

Sarah Santangelo

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