Romfahrt der Lateinkurse der Oberstufe und des Geschichts-LK 12

Am Montag starteten wir mit insgesamt 25 Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Lateinkurse der Oberstufe und des Geschichts-LK 12, begleitet von Herrn Berens und Frau Beise, nach Rom.

Da wir erst am späten Abend in Rom ankamen, stand neben dem Check-in im Hotel kein weiteres Programm mehr an. In kleinen Gruppen durften wir dann in der Nähe des Hotels noch etwas zu essen besorgen. Am nächsten Morgen starteten wir zu Fuß zum Kolosseum, zum Palatin und zum Forum Romanum und damit direkt ins Zentrum des antiken Roms. Dort hielten wir uns mehrere Stunden auf. Wir lernten, wie die Kaiser auf dem Palatin lebten und welche Rolle das Forum im Mittelpunkt des antiken Roms spielte.

Neben Märkten und den wichtigsten Tempeln Roms befand sich dort auch das Senatsgebäude, das über Jahrhunderte hinweg das politische Zentrum Roms war. Nach unserer Mittagspause fuhren wir mit dem Bus zu den Katakomben von San Callisto, dem ersten christlichen Friedhof der Welt. Dabei handelt es sich um ein vierstöckiges Tunnelsystem, das sich über die Fläche mehrerer Fußballfelder erstreckt. Während der Führung, die von einem echten Ordensbruder durchgeführt wurde, sahen wir nicht nur die Gräber von neun Päpsten, sondern auch einige der ältesten Jesusdarstellungen der Welt. Auf dem Rückweg besuchten wir dann noch die Laterankirche, die die erste Papstbasilika war und neben dem Petersdom zu den wichtigsten Kirchen Roms gehört. Am Mittwoch starteten wir mit einem Besuch der Kapitolinischen Museen, wo wir unter anderem die Reiterstatue von Mark Aurel sahen. Am Nachmittag fuhren wir dann mit dem Zug nach Ostia Antica, den Überresten der Hafenstadt des antiken Roms. Diese hatte zu ihren Höchstzeiten etwa 50.000 Einwohner und versorgte fast die gesamte Stadt Rom mit Brot. Dort sahen wir neben vielen gut erhaltenen Wohnhäusern ein fast vollständig erhaltenes antikes Halbrundtheater, die Thermen des Neptun mit ihren gut erhaltenen Latrinen sowie einige beeindruckende Mosaike – eine echte Zeitreise in das antike Stadtleben. Zurück in Rom trennte sich die Gruppe, obwohl für den Abend noch Trastevere auf dem Plan stand. Das Viertel Roms ist vor allem für sein gutes traditionelles Essen bekannt. Ein Teil der Schüler entschied sich jedoch nach dem anstrengenden Tag, lieber erst einmal ins Hotel zurückzukehren und sich in der Nähe etwas zu essen zu suchen. So kam es, dass nur die Lehrer und eine kleine Gruppe von Schülern noch nach Trastevere fuhren und dort gemeinsam in einem von Herrn Berens empfohlenen Restaurant essen gingen.

Der nächste Morgen startete schon früh um sechs Uhr, denn für uns ging es in den Vatikan. Noch vor dem großen Touristenansturm konnten wir den Petersdom besichtigen und auf seine Kuppel steigen, von der aus man einen beeindruckenden Ausblick über Rom hat. Danach konnten wir noch einen etwas exklusiveren Bereich des Vatikans besuchen: den Campo Santo Teutonico. Diesen kann man nur betreten, wenn man die Schweizer Garde auf Deutsch anspricht und gezielt danach fragt. Dort liegen deutsche Pilger begraben, unter anderem auch Stefan Andres, der Namensgeber unserer Schule. 

Am Nachmittag besichtigten wir die Engelsburg, den Zufluchtsort der Päpste, der durch einen geheimen Tunnel mit dem Vatikan verbunden sein soll. Danach ging es zur Ara Pacis, einem Tempel zu Ehren des Augustus. Auf dem Weg von der Ara Pacis zum Pantheon hielten wir noch vor dem italienischen Parlament. Dort aß die ganze Gruppe eines der besten Gelatos Roms bei Giolitti. Auch am Freitag hatten wir noch etwas Programm. Noch einmal ging es für uns in Richtung Vatikan, diesmal zu den Vatikanischen Museen.

Dort gab es vieles Beeindruckendes zu sehen. Neben der Laokoon-Gruppe und den Stanzen des Raffael war natürlich die Sixtinische Kapelle das Highlight. Nachdem wir damit den letzten offiziellen Programmpunkt auf unserer Liste zu Ende gebracht hatten, hatte jeder noch ein paar Stunden Freizeit, bevor wir uns noch einmal zu einem letzten gemeinsamen Gelato bei Fassi trafen. Ein passender Abschluss für eine lehrreiche, aber vor allem aufgrund der Hitze mit täglichen Temperaturen von um die 35 Grad auch anstrengende Woche in Rom. 

Mika Lamberti, MSS 12

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