Nach unserer Ankunft wurden wir herzlich begrüßt. Es gab kleine Gebäckstücke und als Souvenir erhielt jeder eine Sonnenbrille. Zu Beginn besichtigten wir das Gelände rund um das Haus. Dazu zählte das Mausoleum von Robert Schumann, in dem sich sein Grab befindet. Dort erfuhren wir mehr über sein Leben und seine Bedeutung für Europa. Robert Schumann gilt als einer der wichtigsten Gründerväter der europäischen Union. Er setzte sich für Frieden, Zusammenarbeit und Versöhnung zwischen den europäischen Staaten ein. Vor dem Mausoleum sahen wir außerdem die Statuen weiterer Gründerväter. Dadurch wurde deutlich, wie viele Menschen schon früh daran gearbeitet haben Europa zu einem Kontinent des Friedens zu machen.
Anschließend trafen wir auf die französischen Schülerinnen und Schüler, die ebenfalls an dem Projekttag teilnahmen. Damit wir uns besser kennen lernen konnten, wurden verschiedene Kennenlernspiele durchgeführt. Dabei konnten wir unsere Französischkenntnisse gut einbringen.
Danach begann die eigentliche Projektarbeit. Es wurden gemischte deutsch-französische Gruppen gebildet. Gemeinsam arbeiteten wir an einer kreativen Aufgabe: Wir sollten eine Art Poetry-Slam zum Thema Krieg und Frieden entwickeln. Dabei wurde sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch gearbeitet. In unseren Gruppen diskutierten wir über die Bedeutung von Frieden, die Folgen von Kriegen und die Rolle Europas für ein friedliches Zusammenleben. Das ganze sollte als Antwort für einen Brief von Soldaten aus dem ersten Weltkrieg dienen, die ebenfalls zum Frieden aufgerufen haben. Es entstanden viele interessante Gespräche.
Die Mittagspause verbrachten wir im Garten des Robert Schumann Hauses. Das schöne Wetter sorgte für eine entspannte Stimmung.
Nach der Pause sahen wir einen kurzen Film über Robert Schumann, der zeigen sollte warum seine Ideen bis heute von großer Bedeutung sind. Im Anschluss folgte eine Führung durch das ehemalige Wohnhaus von Robert Schumann. Diese war mit viel Humor gestaltet. Ein besonders überraschender und lustiger Fun Fact war, dass er drei Schlafzimmer für sich selbst besaß.
Danach arbeiteten wir weiter an unseren Gruppenarbeiten. Zum Abschluss des Tages präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse. Es sind viele kreative Beiträge entstanden, die sowohl ernste als auch hoffnungsvolle Gedanken zum Thema Krieg und Frieden ausdrücken.
Die Exkursion war nicht nur lehrreich, sondern auch eine wertvolle Erfahrung für den interkulturellen Austausch. Wir konnten unsere Sprachkenntnisse anwenden und uns intensiv mit einem wichtigen Thema beschäftigen, das gerade zur heutigen Zeit wieder sehr aktuell und wichtig ist. Der Tag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben und war es definitiv wert dafür die Französisch-Klausur zu verschieben.
Julia Rohrbacher, MSS 12

