Aber worum geht es genau?
In ihrem Theaterstück „New Beginnings“ erzählt die Enkelin die bewegende Geschichte ihrer Großmutter Annie, die ihren „American Dream“ verfolgte. Auf Basis von Annies Tagebucheinträgen haben die beiden Akteure Annies Geschichte schauspielerisch dargestellt. Während des Theaterstücks wurde auf die Vorteile, aber auf Nachteile des American Dream aufmerksam gemacht. Zudem wurde der lange und herausfordernde Weg nach Amerika und die schwierigen Lebensbedingungen auf dem Schiff, dass die Passagiere nach Amerika bringen sollte, gezeigt. Die Passagiere teilten sich auf diesem in drei Klassen auf, und mussten so einige schwierige Situationen durchstehen, um das vermeintliche Glück in den Vereinigten Staaten zu finden. Darüber hinaus wird durch die Rolle der Enkelin immer wieder ein Gegenwartsbezugs auf die heutige Situation von Amerika gemacht, z.B. wurden Zitate des aktuellen Präsidenten Donald Trump mit eingebaut, wodurch diese vergangene Geschichte sehr gelungen mit der Gegenwart verknüpft wurde. Wie das Theaterstück endet und ob Annie nach Amerika einreisen darf werdet ihr noch früh genug erfahren:)
Einige persönliche Meinungen zu diesem Theaterstück:
Julia : „Mich hat dieses Theaterstück nicht nur wegen wegen der interessanten Geschichte, sondern auch wegen dem Bezug auf heute überzeugt. Die Darsteller trugen dieses Stück mit einer so großen Leidenschaft und Motivation vor, das man sich als Zuschauer:in zu jeder Sekunde mitgenommen gefühlt hat. Darüber hinaus wurde auf ein verständliches Vokabular für die Klassen 9./10. Klassen geachtet, sodass wir alle die Geschichte von Annie gut verstehen konnten. Des Weiteren fand ich den perfekt ausgearbeiteten amerikanischen Akzent sehr mitreißend und bewundere die harte Arbeit, die es brauchte um sich diesen anzueignen. Hinzukommend mussten wir während dieses Stück immer wieder lachen, auch die Interaktion mit dem Publikum sorgte dafür, das alle Schüler immer gespannt auf die weitergehende Geschichte blieben. Es wurde durch dieses Theaterstück die harte Reise von Annie auf der Suche nach ihrem persönlichen American Dream sehr gelungen dargestellt, da auf die guten sowie die schlechten Ereignisse eingegangen wurde.“
Caroline: „Da wir im Unterricht nur sehr wenig über den Inhalt des Theaterstücks gesprochen hatten, lediglich, dass es um den „American Dream“ geht, wusste ich nicht, worauf ich mich einstellen sollte. Als die Darsteller sich zu Beginn freundlich vorstellten, war ich jedoch direkt offen für das, was kommen würde. Obwohl es teilweise etwas schwer war, die Rollenverteilung zu verstehen, da das Stück mehrere Figuren, aber nur zwei Schauspieler hatte, wurde es sehr amüsant, als die Darsteller begannen, das Publikum einzubeziehen. Mit der Zeit verstand man dann auch besser, welche Rolle gerade gespielt wurde und wo sich die Figuren befanden. Leider endete das Stück sehr abrupt und hatte keinen richtigen Abschluss. Die Darsteller beantworteten danach jedoch alle unsere Fragen zum Stück und zu sich selbst, wodurch es letztendlich doch einen Abschluss erhielt. Insgesamt hat mir das Stück ziemlich gut gefallen. Es war gut verständlich, obwohl es auf Englisch aufgeführt wurde“
Zoé: „Das Theaterstück war trotz des amerikanischen Akzent sehr verständlich und es fiehl einem sehr leicht, der Handlung zu folgen. Auch mit nur kurzer Vorbesprechung im Unterricht wurde der gesetzte Schwerpunkt nach nur 10 Minuten sofort deutlich und man wusste relativ schnell dass es um die individuellen Vor und Nachteile des American Dreams ging. Die beiden Schauspieler haben die gesamte Geschichte sehr gut auf die Bühne gebracht, wodurch man das gesamte Stück über alle Handlungen verständlich und einfach nachvollziehen konnte. Das Ende war zwar etwas knapp, doch die Fragerunde am Ende rundete das gesamte Theaterstück nochmal ab und man konnte Einblicke in das Leben als Schauspieler bekommen, womit die 2 Stunden einen vollendeten Schluss fanden.“
Caroline, Zoé und Julia – Klasse G10b
„Richard III“ – Shakespeare live an unserer Schule
Die MSS 11 und 12 hatten in diesem Schuljahr die Chance, das englischsprachige Theaterstück „Richard III“ von William Shakespeare und Kelly Griffiths live zu erleben. Aufgeführt wurde es von den beiden britischen Schauspielern Mia Glyn‑Jones und Matthew Steven‑James, die zum Phoenix Theatre gehören – einer Organisation aus England, die moderne, interaktive Theaterprojekte an Schulen in England, den Niederlanden und Deutschland vorführt.
Das Stück erzählt die Geschichte von Richard III, einem machthungrigen, skrupellosen Adeligen, der bereit ist, jeden zu verraten, zu manipulieren oder sogar zu töten, um selbst König zu werden. Figuren wie King Edward, Clarence, Lady Anne, Queen Elizabeth oder Buckingham zeigen, wie brutal der Kampf um die Krone ist. Besonders eindrucksvoll waren Szenen wie Richards Versuch, Lady Anne für sich zu gewinnen, obwohl er ihren Mann getötet hat, oder seine Albträume vor der letzten Schlacht gegen Richmond.
Ein Highlight der Aufführung war, dass 14 Schüler/-innen aus unseren beiden Jahrgangsstufen aktiv eingebunden wurden. Wir durften selbst kleine Rollen übernehmen, Szenen darstellen und Figuren verkörpern. Dadurch wurde das Stück nicht nur verständlicher, sondern auch viel lebendiger, man war wirklich Teil der Handlung und nicht nur Zuschauer.
Die Aufführung war spannend, modern und überraschend witzig. Die Mischung aus Shakespeare‑Sprache und heutigen Elementen hat das Stück zugänglicher gemacht. Mia und Matthew haben mit viel Energie, Humor und Ausdruck gespielt und uns immer wieder direkt angesprochen. Für uns war es ein besonderes Erlebnis, Shakespeare nicht nur in der Schule lesen zu werden, sondern live mitzuerleben durch Englischsprachige Schauspieler und somit auch mehr sich in die Sprache zu vertiefen.
Carolina Gruben und Myrthe Stengs MSS 11

