Endlich wieder Klassenfahrt! Gruppenfindungstage in Hermeskeil.

Oder: Warum beginnt die Nachtwanderung um 18:30 Uhr?

Am Montag, den 12.09.22 machten sich die Klassen 7b und 7c gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrern Frau Blindert und Herrn Arand, begleitet durch Herrn Koch und Frau Dores, auf den Weg ins nahegelegene Hermeskeil zu den sogenannten Gruppenfindungstagen, die traditionell zu Beginn des Schuljahres am SAG stattfinden. Ziel dieser Klassenfahrt ist das Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler untereinander und die Förderung des sozialen Miteinanders in den neu zusammengesetzten Klassen. Nachdem die Gruppenfindungstage in den letzten Jahren aufgrund der Corona-Pandemie bedauerlicherweise entfallen mussten, freuten sich Schülerinnen und Schüler wie Lehrerinnen und Lehrer sehr darauf, endlich wieder auf Klassenfahrt fahren zu können. 

Nach 30-minütiger Busfahrt standen wir auch schon vor der Jugendherberge in Hermeskeil. Vor dem ersten gemeinsamen Mittagessen wurden die Regeln der Klassenfahrt mit den Schülerinnen und Schülern besprochen und das Programm der Tage erläutert. Das Mittagessen in der Jugendherberge genügte zwar nicht bei allen Schülerinnen und Schülern deren höchsten kulinarischen Ansprüchen, es förderte jedoch erste gemeinsame Erlebnisse, z.B. die für manche neue Kompetenz des korrekten Geschirrstapelns.

Nachdem danach die Zimmer bezogen werden konnten, wurden auf dem Gelände Gruppenspiele veranstaltet, z.B. das sogenannte „Chaos-Spiel“, im Rahmen dessen die Klassen in Gruppen unterschiedliche selbstgestellte Aufgaben erfüllen mussten. Dabei wurde dann u.a. der Hit „Sani Bonani“ im Chor zum Besten gegeben, ein Freestyle-Rap entworfen, ein Baum umarmt oder Liegestütze gemacht. Auch wenn einige danach etwas außer Atem waren, die Stimmung war gut. Beide Klassen verstanden sich, Kontakte entwickelten sich auch klassenübergreifend. Das zeigte sich auch in der anschließenden Stadt-Rallye, bei der die Klassen die wichtigsten Orte der „Hunsrück-Metropole“ Hermeskeil kennenlernten. Die schnellsten Gruppen beider Klassen erhielte am Ende einen Preis für ihre Leistung. Dabei waren manche durchaus sportlich unterwegs und spurteten von Station zu Station, um am Ende Erster zu sein. Die begleitenden Lehrkräfte waren an zentraler Stelle des Ortes – einem Café – Anlaufstelle für die Gruppen.

Schon vor der Stadt-Rallye ereignete sich etwas für die Schülerinnen und Schüler der beiden 7. Klassen Ungewohntes: Sie mussten fortan ohne ihr Handy, der sonst ständige Begleiter durch das Leben, klarkommen. Um das soziale Miteinander zu fördern, Anlässe zur Kommunikation untereinander zu schaffen und das Gemeinschaftserlebnis in den Vordergrund zu stellen, wurde die Benutzung der Smartphones auf der Klassenfahrt auf ein Mindestmaß reduziert. Die Handys wurden zeitweise eingezogen. Um dem Drang nach digitaler Kommunikation gerecht zu werden bzw. die Möglichkeit zu bieten, Kontakt mit der Familie zu haben, gab es täglich 1-2 Stunden „Bildschirmzeit“.

Am ersten Abend der Klassenfahrt stand dann eine Nachtwanderung mit abschließender Gruselgeschichte einer Waldfee auf dem Programm. Die erste Klasse startete schon um 18:30 Uhr, was alle ein wenig verwunderte. Als die Wanderführerin dann aber gefühlt an jeder Milchkanne anhielt, um ihr Herz für Hermeskeil in Geschichten verpackt auszuschütten, wurde allen klar, warum es so früh losgegangen war 😊. Am Ende wurde es dann doch schneller dunkel als gedacht und zumindest der Rückweg war dann immerhin ein bisschen unheimlich

Ziemlich ausgeschlafen und gut gelaunt ging es am 2. Tag direkt nach dem Frühstück los zur gemeinsamen Wanderung auf die Grimburg. Alle hatten es ohne Handy geschafft einzuschlafen und (ohne Uhr!) wieder aufzuwachen. Und sogleich lief die gesamte Truppe beider Klassen Frau Blinderts Navi hinterher zu einer der größten Burgen der Gegend. Erfreulicherweise kam der angekündigte Regen erst in der darauffolgenden Nacht, so blieben alle trocken. Und doch hatten manche Schwierigkeiten, bei der 9-Kilometer-Tour heil ins Ziel zu kommen, die Wanderung stellte manch Schülerin oder Schüler auf eine körperliche oder nervliche Probe. Und so mussten die Lehrerinnen und Lehrer als Motivatorinnen und Motivatoren immer wieder engagiert die Moral der Gruppe positiv bestärken. Auf der Burg kamen dann doch alle gut gelaunt und gespannt an. Es folgte eine Burgführung hinauf in den Bergfried und Hexen- und Ritterspiele am Fuße der Burg. Sichtlich geschafft saßen schließlich alle auf dem Planwagen, der die Rückreise erleichterte.

Am letzten gemeinsamen Abend stand dann eine Party auf dem Programm. Mit Stockbrot, Chips und Limo wurde bei Musik der 90er (!) gefeiert, bevor die letzte Nacht in der Jugendherberge anbrach, in der dann Regen und Gewitter über Hermeskeil zogen, jagte der Cotton Eye Joe über die Grillhütte.

Am Morgen des 14.09.22 ereignete sich dann für die Lehrerinnen und Lehrer ein bisher nicht dagewesenes Schauspiel. Die Ansage, dass die Herausgabe der Smartphones unmittelbar nach erfolgter Zimmerkontrolle stattfindet, führte dazu, dass sich die eingeplante Zeit von 1 Stunde auf etwa 20 Minuten reduzierte. In Windeseile waren alle Zimmer geräumt und gesäubert. Und alle hatten ihren ersehnten Begleiter wieder.

Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer hatten eine sehr schöne gemeinsame Zeit, viele Gelegenheiten zum Kennenlernen boten sich in den unterschiedlichsten Situationen. Nach Jahren der Entbehrungen für alle war es schön, dass endlich wieder Klassenfahrten stattfinden. Für einige war es sogar die allererste im doch ganz schönen Hermeskeil.

zuständig für die Pressearbeit: Steffen Koch

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