Theaterstück „Das Tagebuch von Anne Frank“ im Klassenzimmer

Am Dienstag, den 11. November, hatten wir, der Deutsch Leistungskurs der MSS 11 sowie drei 8. Klassen, die Gelegenheit, eine szenische Lesung über das Tagebuch von Anne Frank zu sehen.

Besonders außergewöhnlich war, dass das Stück nicht auf großer Bühne, sondern direkt in einem Klassenraum aufgeführt wurde. Dadurch entstand eine viel intensivere und persönlichere Atmosphäre, bei der man das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu sitzen und der Schauspielerin ganz nah zu sein.
Die Schauspielerin schlüpfte dabei überzeugend in die Rolle von Anne Frank. Durch kleine Details, wie das Anziehen von Schuhen aus jener Zeit, verwandelte sie den Raum in ein Stück Vergangenheit. Mithilfe verschiedener Requisiten, wie Kleidungsstücken, einem Waschbottich, echten Lebensmitteln und an einer Leine aufgehängten Tagebucheinträgen, wurden wir mitten in das Leben der Familie Frank hineinversetzte. Nach der Lesung hatten wir die Möglichkeit, mit einer Theaterpädagogin über unsere Eindrücke und Fragen zu sprechen und die vergangenen 50 Minuten Revue passieren zu lassen. Besonders eindrucksvoll war, dass man die damaligen Lebensumstände, Ängste und die Probleme während des Holocaust sehr gut nachvollziehen konnte. In einer Szene zeigte sie zum Beispiel fröhliche und hoffnungsvolle Gefühle, weil sie ihrem Schwarm ein Stück näher kam. In einer anderen Szene hingegen war sie plötzlich ganz still und nachdenklich und sprach davon, was sie nach der Zeit im Versteck unbedingt tun wollte. Durch diese emotionalen Unterschiede konnte man die Gefühlswelt besonders intensiv miterleben.

Anne Frank im Klassenraum_

Ich persönlich fand das Theaterstück äußerst gelungen, da die Schauspielerin, die Emotionen und Ausdrücke authentisch dargestellt hat und ich die Umstände der damaligen Zeit nun viel besser verstehe.


Ein großer Dank geht an Eva Stempel (Schauspielerin) und
Elisa von Issendorff für das Nachgespräch und an Frau Wagner für die Organisation.


Anne Frank sollte jeder kennen, weil sie bis heute einer der wichtigsten Zeuginnen der Zeit des Holocaust ist. Ihr Tagebuch zeigt aus der Sicht eines jungen Mädchens, das seine Gedanken und Gefühle auf einem bemerkenswert reifen und begabten Niveau festgehalten hat, wie grausam Verfolgung, Diskriminierung und Krieg sein können. Sie steht stellvertretend für Millionen unschuldiger Menschen, die Opfer des Holocaust wurden.


Ida Stülp, MSS11

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